Montag, 28. Juli 2008

Trauer und Tod

Frauchen und ich gehen die Straße entlang. Auf einmal nimmt meine Nase einen doch sonderbaren Geruch war. Beim weitergehen sehe ich ein totes Rehkitz am Wegesrand liegen. Dies macht mich betroffen, auch wenn ich es nicht kannte. Ich verstehe nicht, wie so etwas passieren kann. Aber ich im Grunde weiß ich es - die rollenden Boxen auf der Straße, die doch immer viel zu schnell fahren, viel schneller als sie dürften.

Und dann kommt sie, meine Angst, dass es doch jemand Bekannten trifft und ich diesen am Wegesrand sehe. Das mag ich mir nicht wirklich vorstellen.

Falls ihr es noch nicht wisst, auch wir Hunde können trauern. Und sollte aus der Familie je ein Mitglied (Artgenossen) über die Regenbogenbrücke gehen, dann lasst uns - sofern wir es wollen - Abschied nehmen und dieses Mitglied noch einmal sehen. Dies erleichtert uns den Umgang mit dem Verlust. Selbst wenn diese Familienmitglieder durch einen Unfall sterben, gebt uns die Zeit zum Abschied nehmen. Wir werden kein Trauma erleben, nur weil eine Pfote etc fehlt. Es geht darum, dass wir wissen, dass es endgültig ist und wir uns nicht die Mühe machen müssen, vergeblich zu suchen.

Es gibt auch Wauzis, denen reicht der Abschied aus dem Nebenzimmer, akzeptiert dies.

Und dann noch eine Bitte, wir Wauzis brauchen dann meist eine neue Führung (wenn z.b. ein älter Wauzi von uns gegangen ist). Bitte übernimmt ihr diese, damit helft ihr uns gewaltig, über die Trauer hinwegzukommen.

1 Kommentar:

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hi Charly,
das ist ein ganz wichtiger und auch schöner Gedanken, den du da mitteilst über den Abschied.

Diesen Raser, diesen unsensiblen Zweibeiner in diesen Blechkisten nehme ich das schon ganz heftig übel, wenn sie Bleifuss fahren, statt in bestimmten Gegenden bzw. auf Wegen und Straßen besser Acht zu geben also Gefühl entwickeln und mit "Vorahnung" fahren, denn die Natur hat doch eigentlich immer Vorfahrt - oder?
LG
Aiko